Der Brexit: Stresstest für Europa – und die Industrie

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Im April 2019 verlässt der fünftgrößte Exportmarkt des deutschen Maschinenbaus die EU. Nach dem Brexit drohen den Unternehmen Zollabfertigung, unterschiedliche Regulierung und viel Bürokratie im Handel mit Großbritannien. Für die verbleibenden 27 Mitgliedsstaaten stellt sich die Frage nach einer EU-Reform, damit die Union nicht in eine existenzbedrohende Krise rutscht.

Vom freien Verkehr von Gütern, Dienstleistungen und Personen innerhalb der EU profitiert vor allem eine Exportindustrie wie der Maschinenbau – doch der Austritt des Vereinigten Königreichs gefährdet Handelsströme und Wertschöpfungsketten in der EU. Was ändert sich für Unternehmen nach dem Brexit 2019? Und was geschieht, wenn Großbritannien nach einer Übergangsphase nicht mehr Teil des Binnenmarktes und der Zollunion ist? Für die europäische Industrie geht es dabei um mehr als  das Geschäft mit dem Vereinigten Königreich. Der Brexit hat den Mitgliedsstaaten deutlich gemacht, dass die europäische Integration keine Selbstverständlichkeit ist und die EU ihre Herausforderungen künftig effizienter lösen muss. Auch die Industrie ist gefordert, sich einzubringen in die Diskussion, wie die Zukunft der EU, des Binnenmarktes und der Eurozone aussehen soll. 

„In den Brexit-Verhandlungen geht es um die künftigen Beziehungen zum Vereinigten Königreich – aber eigentlich geht es auch um die Frage, wie sich die verbleibenden 27 Mitgliedsstaaten die Zukunft der EU vorstellen.“ Holger Kunze, VDMA

Auf dem Maschinenbau-Gipfel wird David McAllister, Europaabgeordneter mit deutscher und britischer Staatsbürgerschaft, ein Schlaglicht werfen auf die Folgen des Brexit für die EU. Auf dem Forum „Brexit-Readyness: Wie Unternehmen sich vorbereiten können“ werden wir  die Herausforderungen für den Maschinenbau diskutieren: 

  • Was können Unternehmen jetzt schon tun mit Blick auf den Brexit?
  • Wie könnten die zukünftigen Handelsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich aussehen?
  • Wie wirkt sich der Brexit auf bestehende Wertschöpfungsketten aus?
  • Was bedeutet der EU-Austritt für Produktionsstätten in Großbritannien?
  • Welche Perspektiven haben britische Maschinenbauunternehmen?

Mit Ihnen darüber diskutieren werden Stephan Freismuth, BMW, Leiter Warenursprungs-, Präferenz- u. Energiesteuerrecht; Matthias Meyer, Heller Machine Tools Ltd, UK, Managing Director; Stewart Lane, Renishaw Plc, General Manager, UK Sales Division; Holger Kunze, VDMA, Leiter European Office.

VDMA-Mitglieder können sich hier zum 10. Deutschen Maschinenbau-Gipfel anmelden.